Was sind eigentlich diese Proteine von denen immer alle reden?

Proteine sind Eiweiße, sie sind quasi der Baustoff des Körpers für Blut-, Muskel- und Organzellen. Körperliche Zellen befinden sich ständig im Auf- und Abbau und benötigen daher regelmäßig und ausreichend Eiweiß durch die Nahrung. Bekommt der Hund zu wenig Proteine / Eiweiße und wird durch zu viel Fette und Kohlenhydrate ernährt, wird das wenige Eiweiß was vorhanden ist nicht für den Aufbau der Zellen verwendet, sondern lediglich als schneller Energielieferant. Es fehlt also Protein für den Aufbau der Zellen. Proteine bestehen aus 20 Aminosäuren, 10 davon sind essentiell, d.h sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden und können nicht vom Körper selbst produziert werden. Alle anderen werden über die Leber synthetisiert. Essentielle Aminosäuren sind für den Lebenserhalt nötig und können wie oben beschrieben vom Hund nicht selbst hergestellt werden. Dazu gehören zum Beispiel Arginin, Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin. Mit Hilfe von Enzymen werden diese im Magen in ihre wasserlöslichen Bestandteile aufgespalten (Verdaut) durch Salzsäure und Pepsin. Die bei der Verdauung freigesetzten Aminosäuren aus dem Protein gelangen durch die Darmzotten im Inneren des Darms in die Blutbahn und letzten Endes in die Leber. (Was wiederrum interessant bei der B.A.R.F-Fütterung ist). In der Leber angekommen wird aus den Aminosäuren Glucose hergestellt, die nicht verwendeten Bestandteile werden in Harnsäure umgewandelt und über die Niere wieder ausgeschieden. Doch wozu sind diese Proteine eigentlich da? Was bewirken sie? Die Funktion von Aminosäuren aus dem Protein ist die Zellregeneration, sie dienen der Energiegewinnung, der Haut, der Organe, der Krallen und Knochen, Muskeln und der Sehnen. Und woher kommt dieses Eiweiß? Es gibt Tierisches- und Pflanzliches Eiweiß. Hochwertiges und leicht verdauliches Eiweiß findet man u.a in Eiern, Milch, Muskelfleisch und Innerein. Pflanzliches Eiweß ist schwerer verdaulich und kann z.B aus Soja bezogen werden. Hier ist ganz wichtig, dass nicht die Quantität sondern die Qualität des Eiweißes eine Rolle spielt. Durch gute Qualität wird eine gute Verwertbarkeit und Verdaulichkeit gewährleistet. Frisches Fleisch hat z.B 98% gutes verwertbares Protein. Wenn Quantitativ statt Qualitativ Proteine gefüttert werden, entstehen zu viel Stickstoffe bei der Umwandlung von Aminosäuren in der Leber und damit steigert sich der Harnstoff, welcher wiederrum die Niere unnötig und zusätzlich belastet. (Nierenproblematik) zudem begünstigt eine unausgewogene "Eiweißüberschuss" reiche Ernährung hyperaktives Verhalten! Nicht umsonst heißt es „ Dem Gaul sticht der Hafer“!

Wenn wir also ausgewogen und ausreichend Proteine füttern wollen, tun wir dies in Form von frischem Fleisch, Fisch, Milch und Eiern.